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Duschgel als Badezusatz: Funktioniert das als Schaumbad?

Aktualisiert am von der Redaktion duschgel.net

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Duschgel als Badezusatz funktioniert grundsätzlich: Unter dem laufenden Wasserstrahl bildet es Schaum, und die Tenside reinigen auch im Badewasser. Der Schaum fällt aber oft schneller zusammen als bei einem echten Schaumbad, und bei längerem Baden wirken die Tenside länger auf die Haut ein. Hier erfährst du, wann das gut geht und wann ein spezieller Badezusatz die bessere Wahl ist.

Was im Badewasser mit Duschgel passiert

Unter der Dusche verteilst du eine kleine Menge Duschgel direkt auf der Haut und spülst es nach kurzer Zeit ab. In der Badewanne verdünnt sich das Produkt dagegen in weit über hundert Litern Wasser. Damit dort überhaupt Schaum entsteht, gibst du das Duschgel am besten direkt unter den einlaufenden Wasserstrahl. Die Turbulenz schlägt Luft unter und erzeugt die Bläschen.

Duschgele sind allerdings auf schnellen, cremigen Schaum bei geringer Verdünnung ausgelegt. Viele Schaumbäder enthalten dagegen Tenside und Schaumstabilisatoren, die auch in stark verdünnter Lösung und im warmen Wasser lange eine Schaumdecke halten. Mit Duschgel bekommst du deshalb oft zunächst ordentlich Schaum, der aber nach einigen Minuten zusammenfällt, besonders sobald Hautfett ins Wasser gelangt.

Wirkung auf die Haut

Beim Baden liegst du meist 15 Minuten oder länger im Wasser. Die Hornschicht quillt in dieser Zeit stärker auf als beim Duschen, und die Tenside aus dem Badewasser haben länger Kontakt mit der Haut. Für gesunde Haut ist das gelegentlich unproblematisch. Trockene, empfindliche oder zu Ekzemen neigende Haut kann danach jedoch spannen oder jucken.

Hinzu kommt der Duft: Stark parfümierte Duschgele geben ihre Duftstoffe an das gesamte Badewasser ab. Wer auf Duftstoffallergene empfindlich reagiert, ist dem dann großflächig und lange ausgesetzt. Bei Kindern, im Intimbereich und bei gereizter Haut ist deshalb Zurückhaltung sinnvoll.

ProduktSchaumPflege beim BadenGeeignet für
Duschgelanfangs gut, zerfällt schnellergering bis mittelgelegentliches Bad, normale Haut
Schaumbadlange stabile Schaumdeckeje nach RezepturEntspannungsbad, normale Haut
Badeölkaum oder kein Schaumhoch, rückfettendtrockene und reife Haut
Cremebadwenig, milchigmittel bis hochnormale bis trockene Haut
Badesalzkein Schaumgering, eher Duft und GefühlWellness, ohne Tensidbelastung

So nutzt du Duschgel als Badezusatz richtig

  1. Lass das Wasser zunächst auf etwa Körpertemperatur einlaufen. Sehr heißes Badewasser trocknet die Haut zusätzlich aus.
  2. Gib eine kleine Menge Duschgel, etwa einen Esslöffel, direkt unter den laufenden Wasserstrahl.
  3. Bleib nicht länger als 15 bis 20 Minuten in der Wanne.
  4. Brause dich danach kurz mit klarem Wasser ab, damit Tensid- und Duftreste nicht auf der Haut bleiben.
  5. Creme dich auf der noch leicht feuchten Haut ein.

Mehr Duschgel bringt kaum mehr Schaum, aber mehr Tenside im Wasser. Ein mildes, wenig parfümiertes Produkt ist für die Badewanne besser geeignet als ein stark duftendes. Verwende Duschgel nicht in einem Whirlpool: Durch die Düsen kann der Schaum unkontrolliert aufsteigen und überlaufen.

Wann ein echter Badezusatz besser ist

Wenn du regelmäßig badest, lohnt sich ein Produkt, das für die Wanne entwickelt wurde. Ein Schaumbad hält die Schaumdecke länger und damit auch die Wärme im Wasser. Ein Badeöl oder Cremebad legt einen Pflegefilm auf die Haut und gleicht den Fettverlust beim Baden aus. Bei trockener Haut ist das oft der größere Gewinn.

Bei Neurodermitis oder sehr trockener Haut gibt es spezielle, rückfettende Ölbäder ohne Duftstoffe. Sie werden oft auch in der Hautarztpraxis empfohlen. Sprich bei Hauterkrankungen ab, wie oft und wie lange du baden solltest, denn zu häufiges oder heißes Baden kann die Beschwerden verstärken.

Achtung bei Badeölen: Sie machen den Wannenboden rutschig. Steig vorsichtig aus der Wanne und nutze bei Bedarf eine rutschfeste Einlage.

Badezusätze als Geschenk

Schaumbäder, Badeöle und Badekugeln sind beliebte Mitbringsel und landen häufig in Geschenksets zusammen mit Duschgel. Wenn du jemandem eine Freude machen willst, findest du Anregungen im Ratgeber Duschgel als Geschenk. In der Adventszeit werden Bade- und Duschprodukte oft als Kalender verpackt, worauf du dabei achtest, steht unter Duschgel-Adventskalender.

Baden oder duschen: Was ist besser für die Haut?

Für die tägliche Reinigung ist die Dusche meist die schonendere Wahl, weil der Wasser- und Tensidkontakt kürzer ist. Ein gelegentliches warmes Bad kann entspannen und ist für gesunde Haut kein Problem. Wichtig ist bei beidem eine moderate Temperatur und Pflege danach.

Fürs Gesicht ist weder Badewasser mit Duschgel noch das Duschgel selbst ideal, mehr dazu unter Duschgel im Gesicht. Grundlagen zur Häufigkeit liest du bei Wie oft duschen?, weitere Themen im Duschgel-Ratgeber.

Häufige Fragen

Kann man Duschgel als Schaumbad benutzen?

Ja, wenn du es direkt unter den einlaufenden Wasserstrahl gibst. Der Schaum ist allerdings meist weniger stabil als bei einem echten Schaumbad. Für ein gelegentliches Bad bei normaler Haut ist das unproblematisch.

Wie viel Duschgel gibt man ins Badewasser?

Etwa ein Esslöffel reicht für eine normale Badewanne. Mehr Duschgel erzeugt kaum mehr Schaum, belastet die Haut aber mit mehr Tensiden. Spüle dich nach dem Bad kurz mit klarem Wasser ab.

Ist Duschgel im Badewasser schlecht für die Haut?

Für gesunde Haut nicht, solange du nicht zu oft und zu lange badest. Trockene oder empfindliche Haut kann aber reagieren, weil die Tenside länger einwirken. Dann ist ein rückfettendes Badeöl die bessere Wahl.

Darf man Duschgel im Whirlpool verwenden?

Besser nicht. Die Düsen wirbeln das Wasser stark auf, sodass der Schaum schnell überlaufen kann. Für Whirlpools gibt es spezielle, nicht schäumende Zusätze.