duschgel.net

Wie oft duschen? Was deiner Haut wirklich guttut

Aktualisiert am von der Redaktion duschgel.net

Für die meisten gesunden Erwachsenen ist eine kurze, lauwarme Dusche pro Tag unproblematisch, solange Duschgel nur dort zum Einsatz kommt, wo es gebraucht wird. Wie oft duschen sinnvoll ist, hängt aber von Hauttyp, Aktivität und Jahreszeit ab: Trockene Haut verträgt oft seltener, aktive Menschen brauchen häufiger eine Reinigung. Hier erfährst du, wie du deinen persönlichen Rhythmus findest.

Wie oft duschen ist normal?

Eine feste medizinische Regel gibt es nicht. Viele Menschen in Deutschland duschen täglich, andere jeden zweiten oder dritten Tag. Beides kann für gesunde Haut in Ordnung sein. Entscheidend ist weniger die Häufigkeit des Wasserkontakts als die Art, wie du duschst.

Wasser allein ist für die Haut kaum belastend. Problematisch werden vor allem drei Faktoren: heißes Wasser, lange Duschdauer und großflächig verteiltes Duschgel. Wer täglich kurz, lauwarm und mit wenig Produkt duscht, belastet die Hautbarriere oft weniger als jemand, der dreimal pro Woche lange und heiß duscht.

Was zu häufiges Duschen mit der Haut macht

Die Hornschicht schützt sich mit einem Film aus Talg, Schweiß und hauteigenen Lipiden. Außerdem besiedeln Bakterien und andere Mikroorganismen die Haut, die zu ihrem natürlichen Schutz beitragen. Tenside lösen bei jedem Waschen einen Teil dieses Films.

Gesunde Haut regeneriert sich in einigen Stunden. Wird sie aber mehrmals täglich und mit viel Duschgel gereinigt, kommt sie nicht hinterher. Typische Anzeichen sind Spannungsgefühl, feine Schuppen, Juckreiz und Rötungen, vor allem an Schienbeinen, Unterarmen und Händen.

Zu seltenes Duschen hat ebenfalls Nachteile: Schweiß und Talg werden von Bakterien zersetzt, es entsteht Geruch, und in Hautfalten kann es zu Reizungen kommen. Der richtige Rhythmus liegt also zwischen beiden Extremen.

Die Empfehlung nach Hauttyp und Alltag

SituationDuschhäufigkeitDuschgel
Normale Haut, Büroalltagtäglich oder jeden zweiten Taggezielt an Achseln, Intimbereich, Füßen
Trockene oder empfindliche Hauteher seltener, kurz und lauwarmmild, rückfettend, sparsam
Neurodermitisnach ärztlicher Empfehlung, oft kurze Duschenparfümfrei, Duschöl oder Syndet
Fettige Hauttäglich gut verträglichleichtes Gel
Sport, körperliche Arbeitnach jeder schweißtreibenden Einheitgründlich an Schweißzonen
Kindermeist zwei- bis dreimal pro Woche ausreichend, bei Bedarf öftersehr mild, parfümfrei
Ältere Menschenoft seltener sinnvollrückfettend, kurze Dusche

Für Kinder und ältere Menschen gibt es eigene Ratgeber, etwa Duschgel für Kinder und Duschgel für Senioren. Bei Hauterkrankungen gilt immer die Empfehlung deiner Hautärztin oder deines Hautarztes.

Täglich duschen, aber nicht täglich einseifen

Viele Dermatologen raten zu einem Kompromiss: Du darfst täglich duschen, aber Duschgel nur an den Stellen verwenden, die zu Geruch neigen. Achseln, Intimbereich und Füße bekommen Produkt, der übrige Körper wird mit Wasser abgespült. So bleibst du frisch, ohne die Haut großflächig zu entfetten.

An Tagen ohne Sport oder bei kühlem Wetter reicht das für die meisten völlig aus. Nach dem Training oder an heißen Tagen darfst du großzügiger sein. Wichtig ist, das Duschgel gründlich abzuspülen.

Das Gesicht nimmt dabei eine Sonderrolle ein: Es wird meist morgens und abends gereinigt, aber nicht unbedingt mit demselben Produkt wie der Körper. Warum, erklärt der Ratgeber Duschgel im Gesicht.

Sommer, Winter und Sport

Im Sommer schwitzt du mehr, trägst Sonnencreme und hältst dich länger draußen auf. Eine tägliche Dusche ist dann für die meisten sinnvoll, nach dem Baden im Meer oder im Chlorwasser auch eine zusätzliche kurze Abspülung. Eine kühle Dusche kann an heißen Tagen angenehm sein, Hintergründe dazu liest du unter Kalt duschen.

Im Winter ist die Luft drinnen trocken und die Haut oft rauer. Hier lohnt es sich, Duschen kürzer und kühler zu halten, auf ein reichhaltigeres Produkt umzusteigen und danach einzucremen. Ein entspannendes Bad ersetzt an manchen Tagen die Dusche, sollte aber nicht zu heiß und zu lang sein. Ob dein Duschgel dafür taugt, erfährst du bei Duschgel als Badezusatz.

Wer mehrmals täglich trainiert, kann zwischen den Einheiten nur mit Wasser duschen und das Duschgel auf die letzte Dusche des Tages beschränken. Passende Produkte beschreibt der Ratgeber Duschgel für Sportler.

Wann du deine Gewohnheit ändern solltest

Spannt deine Haut regelmäßig nach dem Duschen, juckt sie oder zeigt sie feine Schuppen, ist das ein Signal, kürzer, kühler oder mit weniger Produkt zu duschen. Bleibt das Problem trotz mildem Duschgel und angepasster Gewohnheit länger als zwei Wochen bestehen, entstehen nässende oder stark gerötete Stellen oder hast du starken Körpergeruch trotz regelmäßiger Hygiene, lass das ärztlich abklären. Weitere Tipps zu Temperatur und Reihenfolge findest du im Duschgel-Ratgeber und unter Richtig duschen.

Häufige Fragen

Ist tägliches Duschen schädlich?

Für die meisten gesunden Menschen nicht, wenn die Dusche kurz und lauwarm ist und Duschgel nur gezielt verwendet wird. Problematisch sind vor allem heißes Wasser, lange Duschdauer und viel Produkt. Bei trockener Haut kann seltener duschen angenehmer sein.

Wie oft sollte man duschen, wenn man trockene Haut hat?

Bei trockener Haut sind kurze, lauwarme Duschen alle ein bis zwei Tage oft gut verträglich. Verwende ein rückfettendes Produkt wie Duschöl und creme dich danach ein. Wasser allein ist an Zwischentagen meist ausreichend.

Reicht es, nur mit Wasser zu duschen?

Für große Teile des Körpers ja, besonders an Tagen ohne Sport. Wasser entfernt Schweiß und lose Schmutzpartikel. Achseln, Intimbereich und Füße brauchen wegen Talg und Geruch jedoch regelmäßig ein mildes Reinigungsprodukt.

Wie oft sollten Kinder duschen?

Bei Kindern reichen oft zwei bis drei Dusch- oder Badetage pro Woche, nach dem Toben oder Sport auch öfter. Kinderhaut ist dünner und empfindlicher, deshalb sind milde, parfümfreie Produkte sinnvoll. Hände, Gesicht und Windelbereich werden natürlich täglich gereinigt.